Nein - nicht aktuell, auch wenn's vielleicht interessant wäre. Es geht hier um das Weihnachs-Rätsel

Natürlich hat es das schon gegeben, Zirndorf 1 gegen Zirndorf 2, auch wenn es schon ein paar Tage her ist. Ein offizieller Wettkampf um Mannschafts-  und Brettpunkte, um Aufstieg und Abstieg. 
Man muss sich das in etwa so vorstellen: Die Schachspieler hatten damals noch Stil: Viele erschienen mit Jackett und Krawatte manche sogar im dunklen Anzug. Heutzutage würde das ja lediglich die Frage "Is was mit Oma?" provozieren! Man unterschied zwischen Schächer, die hoffnungslos diesem Zeitvertreib verfallen waren und Schachspielern, die das gepflegte Schach bei einem Smalltalk und mit einem Schoppen Frankenwein natürlich ohne Uhr kultivierten. Der gewöhnliche Schachspieler nannte meist ein einziges Schachbuch sein Eigen, den legendären "Dufresne-Mieses" - von richtigen Schächern nur so ausgesprochen wie geschrieben, die französische Aussprache war verpönt. Dieses Universalwerk in DIN A 5 (!) beinhaltete Eröffnungs- Mittelspiel- und Endspieltheorie. Ganz 100%-ige hatten noch ein zweites Schachbuch wie "Mein System" von A. Nimzowitsch oder das Turnierbulletin des XY-Matches in Leder gebunden. Diesen Werke verstaubten aber im allgemeinen im Bücherregal und dienten nur zu Repräsentationszwecken. Die sowjetische Schachschule war einerseits das Non-Plus-Ultra aber andererseits zum Glück auch weit weg. Schach galt damals noch nicht als Sport. Wenn ein mutiger Schachspieler das behauptete, galt er als hoffnungsloser Exot, schließlich war nach gängiger Meinung Skat, Murmeln und Biertrinken auch kein Sport. Zu Auswärtskämpfen fuhr man schon ab und zu noch mit dem Bus und nach dem Wettkampf genehmige man sich schon den einen oder anderen Schluck, denn es gab ja nur die 1,8-Promille-Grenze. Oft wurden zusätzlich gesellige Abende mit Frauen und Freundinnen veranstaltet und der "Vergnügungswart" sorgte für die Organisation der absolut schachfreien Veranstaltung - sofern es ihm gelang! Während des Wettkampfs rauchten jedoch nicht nur die Köpfe. Ein teuflisches Gemisch aus Bartwurstgehäck-Brot mit Zwiebeln und Zigarren-, Pfeifen- und Zigarettenqualm störte nur selten die Vorkämpfer. Die Uhren waren aus solidem Holz, genauso wie die Schachfiguren. Zeitnotkönige gab es auch damals, nur hatten sie hin und wieder das Pech, dass die Uhr bzw. das Plättchen nicht ganz so exakt wie heute funktionierten. Dafür gab es die segensreiche Einrichtung der Hängepartie. Nach 40 Zügen wurde die Partie einfach abgebrochen und irgendwann später weitergespielt. Auch über weitere Partieabbrüche nach 60 oder 80 Zügen berichten die Chronisten. Man nahm sich einfach etwas mehr Zeit. Schweizer Turniere wurden nicht von einer seelenlosen Maschine sondern noch vom Turnierleiter ausgelost oder manipuliert. Man konnte dann je nach Gemüt lauthals darüber sich beschweren und mit Vereinswechsel drohen oder klammheimlich dem Turnierleiter die Pest an den Hals wünschen. Ja diese Zeit ohne die gemeinen "Rechen-Knechte" sorgte noch für lautstarke gemeinsame Analysen mit Hirn und Hand nicht im stillen Kämmerlein mit Byte und Maus. Auch waren natürlich Informationen über Eröffnungsvorlieben vom Gegner des nächsten Wettkampfs Gold wert, denn man hatte keine Datenbank. Man grübelte über neue Eröffnungsideen, die noch nicht vom gnadenlosen Rechner sofort zerfetzt wurden.

Dies nur zur Einstimmung, wie es vor ein paar Jahren noch war, und jetzt aber die Frage: Wer waren die 16 Zirndorfer Recken, die sich zum bisher letzten Bruderkampf gegenüber standen? Wer will, kann mir eine E-mail schreiben und wer die meisten richtigen Namen nennt bekommt eine ehrende Erwähnung.
Die Lösung erscheint im neuen Jahr.

 

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